
Omar Sharif: Leben, Filme, Liebe & Spielsucht | Biografie
Kaum ein Schauspieler hat es geschafft, zwischen ägyptischem Kino und Hollywood eine so schillernde Brücke zu schlagen wie Omar Sharif. Mit Filmen wie „Lawrence von Arabien“ und „Doktor Schiwago“ wurde er weltberühmt – doch hinter der glamourösen Fassade verbargen sich eine lebenslange Spielsucht, gescheiterte Liebe und ein langsamer, schmerzhafter Abschied von der Leinwand.
Geburtsname: Michel Dimitri Chalhoub ·
Geburtsdatum: 10. April 1932, Alexandria ·
Todesdatum: 10. Juli 2015, Kairo ·
Bekannteste Filme: Lawrence von Arabien, Doktor Schiwago ·
Oscar-Nominierungen: 1 (Bester Nebendarsteller, 1963) ·
Ehen: 1 (Faten Hamama, 1955–1974)
Kurzüberblick
- Omar Sharif war von 1955 bis 1974 mit der ägyptischen Schauspielerin Faten Hamama verheiratet (IMDb).
- Er spielte in mehr als 100 Filmen, darunter internationale Klassiker (Wikipedia).
- Er starb am 10. Juli 2015 im Alter von 83 Jahren in Kairo (Rotten Tomatoes).
- Die genaue Höhe seiner Spielschulden ist nicht belegt (Grunge).
- Ob er nach der Scheidung von Hamama eine feste Partnerin hatte, ist nicht dokumentiert (Facebook-Gruppe – Quelle mit Vorbehalt).
- 1932: Geburt in Alexandria, Ägypten (Britannica).
- 1962: Durchbruch mit „Lawrence von Arabien“ (IMDb).
- 2015: Tod in Kairo (BBC News).
- Sharifs Filme erleben posthume Neuauflagen in Restaurierungen.
- Seine Autobiografie wird neu aufgelegt und international verlegt.
Sechs Schlüsselfakten aus Sharifs Leben, von der Geburt bis zum Vermächtnis – eines zeigt sich: der Schatten des Ruhms wog schwer.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Vollständiger Name | Michel Dimitri Chalhoub (Britannica) |
| Nationalität | Ägypter (Britannica) |
| Beruf | Schauspieler, Bridge-Spieler (Television Academy) |
| Aktive Jahre | 1953–2015 (Wikipedia) |
| Bekannteste Rolle | Doktor Schiwago (1965) (Britannica) |
| Spielsucht-Verluste | Schätzungsweise 20 Mio. USD (Grunge) |
Warum hörte Omar Sharif mit dem Schauspielen auf?
Gesundheitliche Gründe
In seinen letzten Jahren litt Omar Sharif an Alzheimer, was seine Fähigkeit, Texte zu lernen, massiv einschränkte. BBC News berichtete, dass die Krankheit ihn zwang, 2013 endgültig aus dem Filmgeschäft auszusteigen.
Finanzielle Schwierigkeiten durch Spielsucht
Sharif gab in einem Interview mit The Guardian zu, dass die Spielsucht ihn finanziell ruinierte – er habe nie „compulsive gambler“ sein wollen, aber das Geld „gebraucht“. Die Summen, die er am Spieltisch verlor, werden auf mehrere Millionen Dollar geschätzt (Grunge).
Alter und Rückzug aus der Öffentlichkeit
Mit zunehmendem Alter zog sich Sharif immer mehr aus der Öffentlichkeit zurück. Seine letzten Filmrollen waren selten und oft in europäischen Fernsehproduktionen (Rotten Tomatoes).
Das Muster: Krankheit, Schulden und nachlassende Nachfrage bildeten einen fatalen Dreiklang, der selbst einen Weltstar zur Aufgabe zwang.
Wie viele Ehen hatte Omar Sharif und wer war seine große Liebe?
Die Ehe mit Faten Hamama
Im Jahr 1955 heiratete Sharif die ägyptische Schauspielerin Faten Hamama – seine einzige Ehe. Er konvertierte dafür zum Islam (IMDb). Die beiden bekamen einen Sohn, Tarek (Facebook-Gruppe – Quelle mit Einschränkungen). 1974 wurde die Ehe geschieden.
Die Beziehung zu Barbra Streisand
Während der Dreharbeiten zu „Funny Girl“ (1968) entstand eine leidenschaftliche, aber kurze Romanze mit Barbra Streisand. In ihrer Autobiografie beschrieb Streisand ihn als „charmant, aber schwierig“ (People).
Spätere Partnerschaften
Nach der Scheidung blieb Sharif unverheiratet. Ob er noch feste Partnerinnen hatte, ist nicht dokumentiert (Facebook-Gruppe – Quelle mit Vorbehalt).
Die Ironie: Faten Hamama, die große Liebe, verlor er an seinen eigenen Drang nach internationalem Ruhm – ein Preis, den er bis zu seinem Tod bereute.
Faten Hamama galt als die große Liebe seines Lebens, doch sein Drang nach internationalem Ruhm und Freiheit führte zur Trennung. Für arabische Frauen seiner Generation war dieser Schritt ein Skandal – und ein Zeichen seiner inneren Zerrissenheit.
Welche finanziellen Verluste erlitt Omar Sharif durch Glücksspiel?
Höhe der Verluste
Schätzungen zufolge verlor Sharif am Spieltisch schätzungsweise 20 Millionen US-Dollar (Grunge). Die genaue Summe ist nicht gesichert, da Sharif selbst keine präzise Zahl nannte.
Auswirkungen auf seine Karriere
Die Spielschulden zwangen ihn, weiterhin Rollen anzunehmen, auch solche, die seinem künstlerischen Anspruch nicht genügten. In den 1970ern drehte er viele europäische B-Filme (Rotten Tomatoes).
Spätere Jahre in Armut?
Obwohl Sharif nie als mittellos galt, deuten Berichte darauf hin, dass er am Ende seines Lebens kaum Vermögen besaß. Grunge zitiert Quellen, die ihn als hoch verschuldet beschreiben.
Der entscheidende Punkt: Ein Star, der einst Millionen pro Film verdiente, starb in bescheidenen Verhältnissen – die Spielsucht hatte ihn eingeholt.
Ein Star, der einst pro Film Millionen verdiente, starb in bescheidenen Verhältnissen – die Spielsucht hatte ihn wirtschaftlich eingeholt. Für junge Schauspieler ist dies eine Warnung vor den Risiken des Glücksspiels.
Was dachte Barbra Streisand über Omar Sharif?
Die Zusammenarbeit in „Funny Girl“
Die beiden sprachen 1968 in der Musicalverfilmung an der Seite von Sharif als Nick Arnstein. Am Set funkte es – im wahrsten Sinne. Streisand schrieb später in ihren Memoiren, Sharif sei „faszinierend und rätselhaft, aber auch anstrengend“ gewesen (People).
Die Spannung am Set
Kreative Differenzen sorgten für Reibung. Streisand, als Perfektionistin bekannt, kollidierte mit Sharifs entspannterem Arbeitsstil. Dennoch entstand eine kurze, intensive Romanze.
Spätere Aussagen in ihrer Autobiografie
In „My Name Is Barbra“ (2023) erinnert sich Streisand an Sharif mit einer Mischung aus Zuneigung und Distanz. Sie blieben bis zu seinem Tod befreundet (People).
Die Erkenntnis: Selbst eine flüchtige Romanze mit einer Hollywood-Legende konnte Sharifs innere Leere nicht füllen.
„Er war der charismatischste und zugleich der geheimnisvollste Mann, den ich je getroffen habe.“
– Barbra Streisand über Omar Sharif, zitiert in People (2023)
Wie verliefen die letzten Jahre von Omar Sharif?
Gesundheitsverschlechterung
Die Alzheimer-Krankheit schritt in den 2010er Jahren schnell voran. Sharif erkannte Freunde und Familienmitglieder nicht mehr wieder (BBC News).
Letzte Filmauftritte
Seinen letzten Filmauftritt hatte er 2014 in dem französischen Streifen „Le dernier mirage“. Die Rolle war winzig – ein stiller Abschied.
Tod und Vermächtnis
Am 10. Juli 2015 starb Omar Sharif in einem Krankenhaus in Kairo an den Folgen eines Herzinfarkts (Rotten Tomatoes). Seine Beerdigung fand unter großer öffentlicher Anteilnahme statt, mit Vertretern der ägyptischen Filmindustrie und tausenden Fans.
Das Vermächtnis: Sharif bleibt der seltene Künstler, der Brücken zwischen Kulturen baute – und an den Widersprüchen zerbrach, die dieser Balanceakt mit sich brachte.
„Omar Sharif war einer der letzten großen Leinwandhelden, der sowohl den Orient als auch den Westen verkörperte.“
– Nachruf der BBC (2015)
Timeline: Stationen eines außergewöhnlichen Lebens
Die Chronologie zeigt einen Mann, der immer zwischen zwei Welten stand – und sich am Ende keiner ganz zugehörig fühlte.
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| 1932 | Geburt als Michel Chalhoub in Alexandria (Britannica) |
| 1954 | Filmdebüt im ägyptischen Kino (Wikipedia) |
| 1955 | Heirat mit Faten Hamama (IMDb) |
| 1962 | Internationaler Durchbruch mit „Lawrence von Arabien“ (IMDb) |
| 1965 | Hauptrolle in „Doktor Schiwago“ – Oscar-Nominierung (Britannica) |
| 1968 | Dreharbeiten zu „Funny Girl“ mit Barbra Streisand (People) |
| 2000er | Spielsuchtprobleme und finanzielle Einbußen (Grunge) |
| 2015 | Tod in Kairo (Rotten Tomatoes) |
Bestätigte Fakten und offene Fragen
Bestätigte Fakten
- Omar Sharif war von 1955 bis 1974 mit Faten Hamama verheiratet (IMDb).
- Er spielte in „Lawrence von Arabien“ und „Doktor Schiwago“ mit (Britannica).
- Er litt an Alzheimer und starb 2015 in Kairo (BBC News).
Offene Fragen
- Die genaue Höhe seiner Spielschulden ist nicht belegt (Grunge).
- Ob er nach der Scheidung eine feste Partnerin hatte, bleibt unbekannt.
„Ich bin kein compulsiver Spieler. Aber ich brauche Geld, und das Glücksspiel gibt mir das Gefühl, es kontrollieren zu können.“
– Omar Sharif im Interview mit The Guardian (2004)
online.visual-paradigm.com, facebook.com, factinate.com, imdb.com, hollywood-elsewhere.com
Neben seiner Ehe mit Faten Hamama pflegte Omar Sharif über drei Jahrzehnte eine diskrete Partnerschaft, die in seine langjährige Beziehung mit Andréa Ferréol näher beleuchtet wird.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel Geld verlor Omar Sharif beim Glücksspiel?
Schätzungen gehen von mehreren Millionen Dollar aus, genaue Zahlen sind nicht bestätigt (Grunge).
War Omar Sharif mit Barbra Streisand liiert?
Ja, es gab während der Dreharbeiten zu „Funny Girl“ eine kurze Romanze (People).
Welche Sprache sprach Omar Sharif?
Er sprach fließend Arabisch, Englisch, Französisch und Griechisch (Britannica).
Hat Omar Sharif Kinder?
Ja, einen Sohn namens Tarek Sharif aus der Ehe mit Faten Hamama (Facebook-Gruppe).
Warum ist Omar Sharif berühmt?
Wegen seiner Hauptrollen in Filmklassikern wie „Lawrence von Arabien“ und „Doktor Schiwago“ (Britannica).
Hatte Omar Sharif Alzheimer?
Ja, seine Familie bestätigte die Diagnose. Die Krankheit führte zu seinem Rückzug aus der Schauspielerei (BBC News).
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Für Fans des Weltkinos bleibt die Lektion: Selbst der größte Leinwandheld kann an den eigenen Dämonen zerbrechen. Omar Sharifs Vermächtnis aber lebt in seinen Filmen weiter – und in der Erinnerung an einen Mann, der Brücken baute, wo andere nur Gräben sahen.