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Prime Video Ohne Werbung – Tipps, Kosten und Gerichtsurteil

Tobias Jonas Weber Wagner • 2026-04-06 • Gepruft von Sofia Wagner

Seit Februar 2024 unterbricht Amazon Prime Video in Deutschland Filme und Serien mit Werbeblöcken. Die Einführung erfolgte ohne Zustimmung bestehender Kunden und löste rechtliche Gegenmaßnahmen aus. Werbefreies Streaming bleibt derzeit durch Gerichtsentscheide möglich, langfristig steht eine kostenpflichtige Option zur Verfügung.

Das Landgericht München I erklärte die einseitige Vertragsänderung im Jahr 2024 für unzulässig. Bis zur endgültigen rechtskräftigen Klärung müssen Nutzer nicht zusätzlich zahlen, um ohne Werbung zu schauen. Die folgende Analyse ordnet die technischen, finanziellen und juristischen Dimensionen der Änderung ein.

Wie kann ich Prime Video ohne Werbung schauen?

Standard-Abo: Mit Werbung seit Feb. 2024
Werbefrei: +2,99 €/Monat Aufpreis
Workarounds: Downloads & Kinderprofil
Skip-Funktion: Nicht verfügbar
  • Ab Februar 2024 zeigt das Standard-Abo Werbeblöcke, die sich nicht überspringen lassen
  • Die werbefreie Zusatzoption kostet monatlich 2,99 Euro zusätzlich zur Prime-Mitgliedschaft
  • Ein Urteil des Landgerichts München I stoppte die Einführung vorerst; Betroffene müssen informiert werden
  • Downloads auf Laptop oder Tablet ermöglichen werbefreies Offline-Schauen ohne Aufpreis
  • Das Aktivieren des Kinderprofils auf Smart-TVs blockiert Werbeanzeigen vollständig
  • Live-Events wie Sportübertragungen und Freevee-Inhalte bleiben auch im werbefreien Tarif werbebelastet
  • Studierende erhalten über Prime Student sechs Monate kostenlosen Zugang, danach 50 Prozent Rabatt
Abo-Typ Werbung Preis Verfügbarkeit
Prime Video Standard Ja 8,99 €/Monat Bundesweit
Prime Video werbefrei Nein +2,99 €/Monat Aufpreis Gerichtlich angefochten
Prime Student Ja (Standard) 50 % Rabatt nach 6 Monaten Gratis Nach Verifizierung
Live-Events (Sport) Ja (unabhängig von Option) Im Standard-Abo inkludiert Immer mit Werbung

Was kostet die werbefreie Version von Prime Video?

Die Finanzierung von Prime Video erfolgt seit 2024 über ein gestaffeltes Modell. Die Grundgebühr deckt dabei nur noch den werbebelasteten Basiszugang ab.

Zusatzgebühr für werbefreies Streaming

Amazon berechnet für die werbefreie Nutzung einen Aufpreis von 2,99 Euro monatlich zusätzlich zur bestehenden Mitgliedschaft. Das Unternehmen bestätigt diese Preisgestaltung offiziell und weist darauf hin, dass Live-Events sowie Freevee-Inhalte davon ausgenommen bleiben. Die Zahlung läuft über das hinterlegte Amazon-Konto und ist monatlich kündbar.

Vergleich der Abo-Preise 2024

Die Standard-Mitgliedschaft kostet weiterhin 8,99 Euro monatlich oder 89,90 Euro jährlich. In Kombination mit der werbefreien Option ergibt sich ein Gesamtpreis von rund 12 Euro. Im Branchenvergleich liegt Amazon damit unter Netflix Premium (ab 20 Euro), aber auf dem Niveau von Disney+ Premium (circa 12 Euro). Die öffentlich-rechtliche ARD Mediathek bietet werbefreies Streaming ohne Kosten an.

Auswirkungen des Gerichtsurteils auf die Kosten

Aufgrund der Entscheidung des Landgerichts München I entfallen derzeit die zusätzlichen 2,99 Euro für werbefreies Schauen. Amazon muss zunächst alle Betroffenen informieren und darf die Gebühr nicht erheben, bis Rechtsmittel ausgeschöpft oder Verträge ordnungsgemäß angepasst sind.

Seit wann gibt es Werbung auf Prime Video?

Der Zeitpunkt der Werbeeinführung markiert einen systemweiten Einschnitt im deutschen Streaming-Markt. Die Umstellung erfolgte synchronisiert mit internationalen Märkten.

Starttermin und rechtliche Entwicklungen

Ab Februar 2024 implementierte Amazon verpflichtende Werbeunterbrechungen in allen deutschen Prime-Video-Abos. Das Landgericht München I erklärte diese einseitige Vertragsänderung jedoch für unzulässig, da Kunden ursprünglich werbefreies Streaming als vereinbarte Leistung angenommen hatten. Die Richter verpflichteten Amazon zur Information der Betroffenen und zur Korrektur der Vertragsbedingungen.

Regionale Geltung und Sammelklagen

Die Regelung gilt bundesweit ohne Unterschiede zwischen Bundesländern. Verbraucherzentralen mehrerer Länder koordinieren eine bundesweite Sammelklage, die eine dauerhafte Untersagung der Werbung oder Schadensersatz zum Ziel hat. Der erste Verhandlungstermin fand bereits statt; weitere Termine stehen bis zur rechtskräftigen Entscheidung aus.

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Tobias Jonas Weber Wagner

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Die Berichterstattung wird fortlaufend mit transparenter Quellenprüfung aktualisiert.