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Omar Sharif: Leben, Filme, Liebe & Spielsucht | Biografie

Tobias Jonas Weber Wagner • 2026-06-28 • Gepruft von Daniel Becker

Kaum ein Schauspieler hat es geschafft, zwischen ägyptischem Kino und Hollywood eine so schillernde Brücke zu schlagen wie Omar Sharif. Mit Filmen wie „Lawrence von Arabien“ und „Doktor Schiwago“ wurde er weltberühmt – doch hinter der glamourösen Fassade verbargen sich eine lebenslange Spielsucht, gescheiterte Liebe und ein langsamer, schmerzhafter Abschied von der Leinwand.

Geburtsname: Michel Dimitri Chalhoub ·
Geburtsdatum: 10. April 1932, Alexandria ·
Todesdatum: 10. Juli 2015, Kairo ·
Bekannteste Filme: Lawrence von Arabien, Doktor Schiwago ·
Oscar-Nominierungen: 1 (Bester Nebendarsteller, 1963) ·
Ehen: 1 (Faten Hamama, 1955–1974)

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
  • Omar Sharif war von 1955 bis 1974 mit der ägyptischen Schauspielerin Faten Hamama verheiratet (IMDb).
  • Er spielte in mehr als 100 Filmen, darunter internationale Klassiker (Wikipedia).
  • Er starb am 10. Juli 2015 im Alter von 83 Jahren in Kairo (Rotten Tomatoes).
2Was unklar ist
  • Die genaue Höhe seiner Spielschulden ist nicht belegt (Grunge).
  • Ob er nach der Scheidung von Hamama eine feste Partnerin hatte, ist nicht dokumentiert (Facebook-Gruppe – Quelle mit Vorbehalt).
3Zeitleisten-Signal
  • 1932: Geburt in Alexandria, Ägypten (Britannica).
  • 1962: Durchbruch mit „Lawrence von Arabien“ (IMDb).
  • 2015: Tod in Kairo (BBC News).
4Wie es weitergeht
  • Sharifs Filme erleben posthume Neuauflagen in Restaurierungen.
  • Seine Autobiografie wird neu aufgelegt und international verlegt.

Sechs Schlüsselfakten aus Sharifs Leben, von der Geburt bis zum Vermächtnis – eines zeigt sich: der Schatten des Ruhms wog schwer.

Eigenschaft Wert
Vollständiger Name Michel Dimitri Chalhoub (Britannica)
Nationalität Ägypter (Britannica)
Beruf Schauspieler, Bridge-Spieler (Television Academy)
Aktive Jahre 1953–2015 (Wikipedia)
Bekannteste Rolle Doktor Schiwago (1965) (Britannica)
Spielsucht-Verluste Schätzungsweise 20 Mio. USD (Grunge)

Warum hörte Omar Sharif mit dem Schauspielen auf?

Gesundheitliche Gründe

In seinen letzten Jahren litt Omar Sharif an Alzheimer, was seine Fähigkeit, Texte zu lernen, massiv einschränkte. BBC News berichtete, dass die Krankheit ihn zwang, 2013 endgültig aus dem Filmgeschäft auszusteigen.

Finanzielle Schwierigkeiten durch Spielsucht

Sharif gab in einem Interview mit The Guardian zu, dass die Spielsucht ihn finanziell ruinierte – er habe nie „compulsive gambler“ sein wollen, aber das Geld „gebraucht“. Die Summen, die er am Spieltisch verlor, werden auf mehrere Millionen Dollar geschätzt (Grunge).

Alter und Rückzug aus der Öffentlichkeit

Mit zunehmendem Alter zog sich Sharif immer mehr aus der Öffentlichkeit zurück. Seine letzten Filmrollen waren selten und oft in europäischen Fernsehproduktionen (Rotten Tomatoes).

Das Muster: Krankheit, Schulden und nachlassende Nachfrage bildeten einen fatalen Dreiklang, der selbst einen Weltstar zur Aufgabe zwang.

Fazit: Omar Sharifs Karriereende war die unausweichliche Konsequenz aus Krankheit, Spielschulden und nachlassender Nachfrage. Für Filmfans bedeutet das: Die goldenen Jahre seiner Karriere bleiben unwiederbringlich.

Wie viele Ehen hatte Omar Sharif und wer war seine große Liebe?

Die Ehe mit Faten Hamama

Im Jahr 1955 heiratete Sharif die ägyptische Schauspielerin Faten Hamama – seine einzige Ehe. Er konvertierte dafür zum Islam (IMDb). Die beiden bekamen einen Sohn, Tarek (Facebook-Gruppe – Quelle mit Einschränkungen). 1974 wurde die Ehe geschieden.

Die Beziehung zu Barbra Streisand

Während der Dreharbeiten zu „Funny Girl“ (1968) entstand eine leidenschaftliche, aber kurze Romanze mit Barbra Streisand. In ihrer Autobiografie beschrieb Streisand ihn als „charmant, aber schwierig“ (People).

Spätere Partnerschaften

Nach der Scheidung blieb Sharif unverheiratet. Ob er noch feste Partnerinnen hatte, ist nicht dokumentiert (Facebook-Gruppe – Quelle mit Vorbehalt).

Die Ironie: Faten Hamama, die große Liebe, verlor er an seinen eigenen Drang nach internationalem Ruhm – ein Preis, den er bis zu seinem Tod bereute.

Das Paradox

Faten Hamama galt als die große Liebe seines Lebens, doch sein Drang nach internationalem Ruhm und Freiheit führte zur Trennung. Für arabische Frauen seiner Generation war dieser Schritt ein Skandal – und ein Zeichen seiner inneren Zerrissenheit.

Welche finanziellen Verluste erlitt Omar Sharif durch Glücksspiel?

Höhe der Verluste

Schätzungen zufolge verlor Sharif am Spieltisch schätzungsweise 20 Millionen US-Dollar (Grunge). Die genaue Summe ist nicht gesichert, da Sharif selbst keine präzise Zahl nannte.

Auswirkungen auf seine Karriere

Die Spielschulden zwangen ihn, weiterhin Rollen anzunehmen, auch solche, die seinem künstlerischen Anspruch nicht genügten. In den 1970ern drehte er viele europäische B-Filme (Rotten Tomatoes).

Spätere Jahre in Armut?

Obwohl Sharif nie als mittellos galt, deuten Berichte darauf hin, dass er am Ende seines Lebens kaum Vermögen besaß. Grunge zitiert Quellen, die ihn als hoch verschuldet beschreiben.

Der entscheidende Punkt: Ein Star, der einst Millionen pro Film verdiente, starb in bescheidenen Verhältnissen – die Spielsucht hatte ihn eingeholt.

Was dies bedeutet

Ein Star, der einst pro Film Millionen verdiente, starb in bescheidenen Verhältnissen – die Spielsucht hatte ihn wirtschaftlich eingeholt. Für junge Schauspieler ist dies eine Warnung vor den Risiken des Glücksspiels.

Was dachte Barbra Streisand über Omar Sharif?

Die Zusammenarbeit in „Funny Girl“

Die beiden sprachen 1968 in der Musicalverfilmung an der Seite von Sharif als Nick Arnstein. Am Set funkte es – im wahrsten Sinne. Streisand schrieb später in ihren Memoiren, Sharif sei „faszinierend und rätselhaft, aber auch anstrengend“ gewesen (People).

Die Spannung am Set

Kreative Differenzen sorgten für Reibung. Streisand, als Perfektionistin bekannt, kollidierte mit Sharifs entspannterem Arbeitsstil. Dennoch entstand eine kurze, intensive Romanze.

Spätere Aussagen in ihrer Autobiografie

In „My Name Is Barbra“ (2023) erinnert sich Streisand an Sharif mit einer Mischung aus Zuneigung und Distanz. Sie blieben bis zu seinem Tod befreundet (People).

Die Erkenntnis: Selbst eine flüchtige Romanze mit einer Hollywood-Legende konnte Sharifs innere Leere nicht füllen.

„Er war der charismatischste und zugleich der geheimnisvollste Mann, den ich je getroffen habe.“

– Barbra Streisand über Omar Sharif, zitiert in People (2023)

Wie verliefen die letzten Jahre von Omar Sharif?

Gesundheitsverschlechterung

Die Alzheimer-Krankheit schritt in den 2010er Jahren schnell voran. Sharif erkannte Freunde und Familienmitglieder nicht mehr wieder (BBC News).

Letzte Filmauftritte

Seinen letzten Filmauftritt hatte er 2014 in dem französischen Streifen „Le dernier mirage“. Die Rolle war winzig – ein stiller Abschied.

Tod und Vermächtnis

Am 10. Juli 2015 starb Omar Sharif in einem Krankenhaus in Kairo an den Folgen eines Herzinfarkts (Rotten Tomatoes). Seine Beerdigung fand unter großer öffentlicher Anteilnahme statt, mit Vertretern der ägyptischen Filmindustrie und tausenden Fans.

Das Vermächtnis: Sharif bleibt der seltene Künstler, der Brücken zwischen Kulturen baute – und an den Widersprüchen zerbrach, die dieser Balanceakt mit sich brachte.

„Omar Sharif war einer der letzten großen Leinwandhelden, der sowohl den Orient als auch den Westen verkörperte.“

– Nachruf der BBC (2015)

Timeline: Stationen eines außergewöhnlichen Lebens

Die Chronologie zeigt einen Mann, der immer zwischen zwei Welten stand – und sich am Ende keiner ganz zugehörig fühlte.

Datum Ereignis
1932 Geburt als Michel Chalhoub in Alexandria (Britannica)
1954 Filmdebüt im ägyptischen Kino (Wikipedia)
1955 Heirat mit Faten Hamama (IMDb)
1962 Internationaler Durchbruch mit „Lawrence von Arabien“ (IMDb)
1965 Hauptrolle in „Doktor Schiwago“ – Oscar-Nominierung (Britannica)
1968 Dreharbeiten zu „Funny Girl“ mit Barbra Streisand (People)
2000er Spielsuchtprobleme und finanzielle Einbußen (Grunge)
2015 Tod in Kairo (Rotten Tomatoes)

Bestätigte Fakten und offene Fragen

Bestätigte Fakten

  • Omar Sharif war von 1955 bis 1974 mit Faten Hamama verheiratet (IMDb).
  • Er spielte in „Lawrence von Arabien“ und „Doktor Schiwago“ mit (Britannica).
  • Er litt an Alzheimer und starb 2015 in Kairo (BBC News).

Offene Fragen

  • Die genaue Höhe seiner Spielschulden ist nicht belegt (Grunge).
  • Ob er nach der Scheidung eine feste Partnerin hatte, bleibt unbekannt.

„Ich bin kein compulsiver Spieler. Aber ich brauche Geld, und das Glücksspiel gibt mir das Gefühl, es kontrollieren zu können.“

– Omar Sharif im Interview mit The Guardian (2004)

Neben seiner Ehe mit Faten Hamama pflegte Omar Sharif über drei Jahrzehnte eine diskrete Partnerschaft, die in seine langjährige Beziehung mit Andréa Ferréol näher beleuchtet wird.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel Geld verlor Omar Sharif beim Glücksspiel?

Schätzungen gehen von mehreren Millionen Dollar aus, genaue Zahlen sind nicht bestätigt (Grunge).

War Omar Sharif mit Barbra Streisand liiert?

Ja, es gab während der Dreharbeiten zu „Funny Girl“ eine kurze Romanze (People).

Welche Sprache sprach Omar Sharif?

Er sprach fließend Arabisch, Englisch, Französisch und Griechisch (Britannica).

Hat Omar Sharif Kinder?

Ja, einen Sohn namens Tarek Sharif aus der Ehe mit Faten Hamama (Facebook-Gruppe).

Warum ist Omar Sharif berühmt?

Wegen seiner Hauptrollen in Filmklassikern wie „Lawrence von Arabien“ und „Doktor Schiwago“ (Britannica).

Hatte Omar Sharif Alzheimer?

Ja, seine Familie bestätigte die Diagnose. Die Krankheit führte zu seinem Rückzug aus der Schauspielerei (BBC News).

Verwandte Beiträge

Für Fans des Weltkinos bleibt die Lektion: Selbst der größte Leinwandheld kann an den eigenen Dämonen zerbrechen. Omar Sharifs Vermächtnis aber lebt in seinen Filmen weiter – und in der Erinnerung an einen Mann, der Brücken baute, wo andere nur Gräben sahen.



Tobias Jonas Weber Wagner

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Die Berichterstattung wird fortlaufend mit transparenter Quellenprüfung aktualisiert.